Breithülen

Die Wohnsiedlung Breithülen, die zur Gemeinde Heroldstatt gehört, war zwischen 1898 und 2004 ein Militärstützpunkt. Zuerst wurden dort junge Pferde im Remontedepot fürs Militär im Kaiserreich (Erster Weltkrieg) und für die Wehrmacht (Zweiter Weltkrieg) ausgebildet. Von 1961 bis 2004 war auf dem knapp sieben Hektar großen Gelände ein Mobilmachungsstützpunkt der Bundeswehr beziehungsweise ein Übungsareal für Soldaten, die in den Auslandseinsatz gingen.

Auf den ehemaligen Sommerweiden des Remontedepots baute das französische Militär 1966 ein streng bewachtes Munitionsdepot (Dépôt d’armée 61)  für seine Truppen im süddeutschen Raum. In unmittelbarer Nachbarschaft wurde 1971 für die Bundeswehr eine sogenannte Standortmunitionsniederlage gebaut, in der die Munition der in der Herzog-Albrecht-Kaserne in Münsingen beheimateten Kompanien und Bataillone sowie die Munition der auf dem Truppenübungsplatz übenden Verbände gelagert war. Ende 2004 wurden beide Munitionsdepots geschlossen.   

 

Remontedepot Breithülen
Mobilmachungsstützpunkt
Dépôt d’armée 61
Munitionsdepot Ingstetten