US-Garnison Neu-Ulm

Von 1951 bis 1991 hatte die US Armee in Neu-Ulm eine Garnison. Die Soldaten waren in den Nelson Barracks und in den Wiley Barracks (Foto oben) stationiert. Im Stadtteil Vorfeld standen rund 600 Wohnungen mit Kindergarten, Schule, Jugendhaus, Tankstelle und Einkaufsläden für die Soldaten und deren Familien. In Offenhausen, auf einer Teilfläche des ehemaligen Heeresverpflegungsamtes, war das Supply Center (Versorgungszentrum), in Schwaighofen wurde der ehemalige Flugplatz der Wehrmacht reaktiviert.

In den Illeraun in Ludwigsfeld beschlagnahmte die US Armee zudem den Schießplatz, in Neu-Ulm in der Paulstraße das Offizierscasino. Zu Spitzenzeiten lebten in der Stadt mehr als 9000 Soldaten und rund 2000 Familienangehörige. Knapp 500 Zivilangestellte aus der Region sorgten dafür, dass es den Amerikanern an nichts fehlt.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands und dem Fall des Eisernen Vorhangs zeichnete sich eine Schließung der Neu-Ulmer US-Garnison ab. Nach und nach wurden die seit Ende der 1960er-Jahre dort gelagerten Pershing-Raketen abgezogen. Am 26. Juli 1991 verabschiedeten sich die GIs aus Neu-Ulm mit dem Niederholen der „Stars and Stripes“-Flagge.