Gerätehauptdepot

Anfang der 1970er-Jahre fasst das Verteidigungsministerium in Bonn den Entschluss, in Feldstetten ein neues Gerätedepot mit 8.500 Quadratmeter Lagerfläche zu bauen. Dort gibt es von 1975 an vom Kochlöffel bis zum Motor des Kampfpanzers Leopard fast alle Nachschubartikel der Bundeswehr.

Während dieser Zeit finden zahlreiche Mobilmachungsübungen des Depotwach- und Sicherungszuges statt. Und bei den Heeresübungen „Flinker Igel” 1984 und „Landesverteidigung 88” richten die Militärs eine Feldpoststelle im Depot ein. Das Jahr 1994 bringt für die Depotler einschneidende Veränderungen mit sich. Mit drei neuen Außenstellen stieg die Dienststelle zu einem Gerätehauptdepot auf.

„Unsere Dienststelle wird Ende 2007 geschlossen”, teilt Kommandant Oberstleutnant Wolfgang Apel am 27. November 2003 völlig überraschend seinen Soldaten und Zivilbediensteten mit. Kurz davor hatte er die Nachricht aus dem Verteidigungsministerium erhalten.

Und dabei hatte die Hardthöhe in Bonn ein paar Jahre zuvor noch Großes mit dem Feldstetter Lager vor. Es sollte zu einem von fünf modernen Logistikzentren des Heeres ausgebaut werden. Ein entsprechendes Baugesuch für ein neues Hochregallager war bereits vom Laichinger Gemeinderat mehrheitlich abgesegnet worden.

Bis Ende 2006 lagern im Depot etwa 28.000 verschiedene Artikel mit einem Gesamtwert von 220 Millionen Euro. In den drei Außenstellen Amstetten, Langlau und München, die ebenfalls geschlossen werden, sind neben Betriebs- und Betriebshilfsstoffen noch anderes Bundeswehrmaterial im Wert von 30 Millionen Euro untergebracht.

Am 21. Dezember 2007 wird in Feldstetten zum letzten Mal die Bundesdienstflagge von den verbliebenen Soldaten niedergeholt. Ein Automobilzulieferer kauft kurz danach das 13 Hektar Gelände mit den Hallen.



Kommandanten

1975 bis 1978: Hauptmann Jochen Frickinger
1978 bis 1994: Hauptmann Wolfram Pertzel
1994 bis 1995: Major Karl-Heinz Steinbrecher
1995 bis 1996: Oberstleutnant Schattauer
1996 bis 2000: Major Manfred Arenz
2000 bis 2007: Oberstleutnant Wolfgang Apel